Traumstundenfees Bücherkiste

Montag, 2. März 2015

2015/18 - Mittendrin ...

... oder "nur dabei" ?

Nein
ich werde nicht in Leipzig sein.
Auch dieses Jahr nicht.

Aber ich werde in diesem Jahr verdammt gut vertreten! Denn zwei Autoren "aus meinem Stall" werden in Leipzig sein!

Ist es schlimm, dass sie beide nicht als Vertreter des Verlags auftreten, sondern in eigener Mission unterwegs sind? Sagt ihr es mir! Weil ich selbst bin einfach nur stolz darauf, was diese beiden Menschen in den Jahren mit mir für sich erwirtschaftet haben!

Marcus Sammet
vom "No-Name" zum Verlagsautor beim Südwestbuch-Verlag, der im Laufe dieses Jahres sein viertes Buch bringen wird, war es ein harter Weg für ihn! Angefangen als Self-Publisher erlebte er alle möglichen Pleiten am eigenen Leib! Selbst von einem "über-Nacht-Konkurs" wie dem, der seinerzeit meinen Verlag initiierte, blieb er nicht verschont. Dass ich die ersten drei Bände seiner "Sterbe Wohl" - Thrillerserie bei mir veröffentlichen durfte, macht mich bis heute stolz. Dass er inzwischen zum mehrfachen Hybrid-Autor mutiert ist, noch mehr. Und dass dieser Mensch, der wirklich weiß, wie Spannung geht, sich inzwischen im Vorstand des bayrischen Zweigs des FdA, des Verbandes freier deutscher Autoren wiederfindet, ist kaum noch ein Wunder! Und genau den wird er auf der Messe auch vertreten ... und die Zeit, wie ich ihn kenne, nutzen. Weniger, um seine Bücher als um andere Autoren bekannt zu machen! Wer also gerne einmal von ihm interviewt werden möchte, der sollte sich auf der Leipziger Buchmesse Zeit für ihn nehmen!

Die Reihe der "Hybriden" in meinem Stall wird immer größer! Und nein, dieser Umstand ängstigt mich nicht! Weil ich der Meinung bin, ein Autor weiß so lange nicht, was ein Verleger eigentlich alles macht, bis er einmal daran geht, es selbst zu tun! Einige meiner Autoren gehen diesen Weg - und allenthalben bekomme ich die gleiche Aussage:"Puh ... wie soll ich Werbung machen, wenn ich doch meine Zeit zum Schreiben brauche? Wie soll ich schreiben, wenn ich doch Werbung machen muss? Wann soll ich ... wie soll ich ... nur gut, dass keiner fragt "Warum soll ich ...?"

Die Krux mit der Zeit! Selbst "Vollzeit-Autoren" wie unser Bernd Badura können ein Lied davon singen. Er, der im übrigen inzwischen auch in die "Hybrid-Mannschaft" eingekehrt ist, geht als einer der ersten vierzehn Selfpublisher mit fachlicher Unterstützung der Messe Leipzig dort an den Start! Auch für ihn wird die Messeteilnahme sicher eine gute Möglichkeit sein, um neue, wichtige Kontakte zu knüpfen und seine Karriere mittels Lesungen voranzutreiben.

Ich für meinen Teil bleibe in meinem Schreibtischsessel sitzen und werde mich hier um den Papierkram kümmern, der mich - alle Jahre wieder - auch dieses Jahr aus der Sonne hält! Allen, die dieses Jahr nach Leipzig fahren wünsche ich viel Glück, Erfolg und Freude! 

Passt auf Euch auf! 
Britta Wisniewski
Traumstunden Verlag Essen 

2015/19 - Wer nicht wirbt, der stirbt!

Abgerechnet wird zum Schluß ...

... so jedenfalls heißt es. Im Verlagswesen wird jedoch am Anfang abgerechnet. Am Anfang jeden neuen Jahres. So auch bei uns im Moment. Und auch, wenn ich noch immer keinen Weg gefunden habe, die aus unterschiedlichsten Quellen stammenden Zahlen auf elektronischem Weg in mein Abrechnungssystem zu übertragen, so ist die Jahresabrechnung nicht nur für unsere Autoren, sondern auch und insbesondere für mich immer wieder spannend! Zeigt sie doch überdeutlich, was im letzten Jahr geschehen ist. Oder auch nicht - und dann wird es gefährlich! 

Ehrlich vorab: Das vergangene Jahr war nicht unser bestes! Im Gegenteil! Es blieb mit nur 50% der Vorjahresumsätze weit hinter meinen Erwartungen zurück. Und es wäre ein Leichtes, jetzt zu sagen ... die anderen waren schuld. Die schlechte Marktlage, die zurück gegangene Kaufkraft etc. 

Die Wahrheit ist: Auch wenn mir mit Sicherheit niemand widersprechen würde - diese Aussagen wären Schutzbehauptungen - allesamt. Wenns nicht läuft, ist immer nur einer schuld: Der, bei dem es hängen bleibt! Und das bin in diesem Fall ganz alleine ich. 

So verloren wir im Vorjahr einen großen Teil der Umsätze alleine durch die mangelnde Reichweite unserer eBooks. Euphorisch an den Markt gestartet, musste ich schnell erkennen, dass hier Nachlernen angesagt war, denn die bisherigen Kenntnisse reichten vorne und hinten nicht aus, um den Markt seinem Qualitätsanspruch angemessen zu bedienen. Viele, hoffnungsvoll an den Markt gestartete eBooks blieben dort nicht lange - steigende Qualitätsvorgaben der Handelsplattformen machten ihnen den Garaus ...

Inzwischen habe ich nachgelernt! Dennoch bleibt: Geld, dass Du nicht verdienst, ist Geld, das Du bezahlst! Und wenn ich "nur" die Umsätze des Vorjahres zugrunde lege und zu den letztjährigen ins Verhältnis stelle bleibt eine stattliche Summe Lehrgeld über, das ich gezahlt habe. Traurig, aber wahr! 

Und noch eine Regel bewahrheitete sich im letzten Jahr: 
Wir mögen Werbung oft als nervig empfinden - und einige von uns haben vermutlich mit dem Thema Eigenwerbung genau das gleiche Problem, das ich dabei immer wieder empfinde - aber die Autoren, die im letzten Jahr verstärkt ihr Werbeverhalten geändert haben, werden mir beipflichten, wenn ich sage: Wiederkehrende Werbung ist extrem wichtig, wenn man in der Schnellebigkeit der heutigen Zeit überhaupt etwas verkaufen will. Auch hier habe ich gute Vergleichszahlen - einige unserer Autoren sind inzwischen Reichweitenstärker als ich - weil sie ihre Werbung selbst in die Hand genommen haben und seit über einem Jahr kontinuierlich regelmässig verfolgen. 
Wer nicht wirbt, der stirbt! Der wird übersehen, verschwindet im immer grösser werdenden Angebot eines unüberschaubaren Marktes. Punkt! Auch das bestätigen mir die gerade laufenden Abrechnungen. 

MEA - Mach Etwas Ander(e)s ...
Ich muss gestehen, ich suche noch nach der idealen Lösung! Sowohl für die Werbung als auch für die Abrechnung, die auch dieses Jahr wieder Handarbeit ist. Immer noch. Leider! Doch die Zeit, die ich jedes Jahr in eben diese Abrechnungen stecke ist Zeit, in der ich auch wieder etwas lerne! Und wenn es nur ist, was ich eben anders machen muss als im Vorjahr! Angefangen haben wir damit schon - unsere Homepage wird gerade überarbeitet, das Design wird inzwischen durchaus positiv bewertet und auch wenn wir noch weit davon entfernt sind, fertig zu sein, so haben wir doch einige, dort beheimatete Fehler dieses Mal vermeiden können. Fehler, die uns mit Sicherheit in der Vergangenheit Kunden gekostet haben. 

Fazit: 

Wer behauptet, selbstständig zu sein wäre irgendwann einmal Gewohnheit, der irrt! Es mag mit Sicherheit Selbstständigkeiten geben, für die das zutrifft, aber bei einer Selbstständigkeit im Verlagswesen ist selbst das 5te Jahr immer noch spannend und jeden Tag neu. 

Ich nehme die Herausforderung an und ich hoffe, ihr bleibt mir gewogen! 


Passt auf Euch auf!
Britta Wisniewski
Traumstunden Verlag Essen