Traumstundenfees Bücherkiste

Freitag, 27. März 2015

2015/45 - Unsere Vergangenheit und was wir daraus lernen ...

... macht uns zu denen, die wir morgen sind!

"Deine Gedanken von heute bestimmen Dein Leben von morgen!" - ein Satz, bei dem mir die Mehrzahl der aufgeklärten Menschen der Neuzeit zuzustimmen bereit sind. Was aber, wenn wir diesen Satz einmal in die Vergangenheit versetzen?

"Deine Gedanken von gestern bestimmen Dein Leben von heute!"
Wisst ihr was? Diesen Satz bin ich persönlich sogar eher bereit zu unterschreiben, als den überlieferten oben! Und wisst Ihr auch, warum? Falls nein, werde ich es Euch gerne sagen: Weil ich es gerade - live und in Farbe - erlebe!

Bin ich zufrieden mit dem Heute? Ja, durchaus! Ich verliere dabei aber nicht aus den Augen, dass es morgen mehr für mich geben kann, geben wird, als ich heute habe - aber das, was ich heute habe, habe ich mir in meiner Vergangenheit erarbeitet! Und wenn mein Heute besser ist, als mein Gestern, dann nur, weil ich im Gestern die Weichen dafür gestellt habe! Punkt!

Was aber ist mit den Menschen, die "dauernd irgendwas zu meckern haben"? Mit Vorliebe über das, was andere Menschen tun oder sind oder sagen? Deren Äußerungen andauernd bei anderen sind und nur selten bei sich selbst? Deren Focus mehr auf andere Menschen gerichtet ist, als auf die innere Mitte? Was ist mit denen? Wie haben die es geschafft, sich in ein Heute zu manövrieren, das sie andauernd mit ihrer eigenen, persönlichen Unzufriedenheit konfrontiert? Auch diese Frage ist leicht zu beantworten: Sie haben in der Vergangenheit "die Zügel aus der Hand gegeben!" Sie suchten und fanden ihre Vorbilder nicht in den eigenen Träumen, Wünschen und Visionen sondern in dem, was andere Menschen taten oder scheinbar taten! Und wenn diese Menschen sich in einer Art und Form entwickelten, die dem Wunsch nach ihrer Vorbildfunktion nicht mehr entsprach, waren diese Menschen schlicht und ergreifend enttäuscht!

"Eine Frau, die auf Händen getragen werden will, sollte sich einen Mann mit starken Armen wünschen, wenn sie überdies auch noch einen intelligenten Mann an ihrer Seite haben will, bedarf dies schon einer genaueren Definition ... ", fällt mir dazu ein. Und nein, dieser Satz ist nicht von mir, und ja, ich zitiere viel und gerne andere Menschen, aber warum soll ich versuchen, neue Worte zu erfinden, wenn andere Menschen es geschafft haben, meine Gedanken von heute in Worte zu fassen, als ich noch nicht imstande oder in der Lage war, sie zu denken? Wer will mir verbieten, mich bei diesen Menschen zu bedienen, wenn ihre Worte meiner momentanen Stimmungslage entsprechen oder besser in der Lage sind, zu vermitteln, was ich sagen möchte, als ich es selbst bin?

"Was Du nicht willst, dass Dir man tu, das füg auch keinem anderen zu!", fällt mir in diesem Zusammenhang ein! Und heute deute ich diesen Spruch um und sage: "Was Du selbst für Dich zu tun beanspruchst, solltest Du auch jedem anderen Menschen zu tun gestatten!" Weil wenn Du es anders machst, beanspruchst Du damit für Dich eine Sonderposition ... und Ränge wollen verdient sein!

Und im Moment frage ich mich: Wie würden wir denken, wie handeln wenn jeder von uns heute schon wüsste, wie seine Gedanken von heute sein morgen beeinflussen? Wie würden wir unser Handeln von gestern sehen, wenn wir es unter dem Geschehen von heute betrachten ohne es damit ungeschehen machen zu können?

Zwei große Schlagzeilen beherrschten in der letzten Zeit meine Timeline in Facebook - die eine regional - die andere überregional:

Der "Selbstmord" des Unglückspiloten
und
Der Angriff auf Astrid Korten während der Leipziger Buchmesse

... und ich fragte mich: Was würden alle Kommentatoren mit ihren Meinungen machen, wenn sie nur für 5 Minuten mit den Menschen tauschen müssten, über die sie in Wort und Schrift gerade urteilen ... ?

Passt auf Euch auf! 
Britta Wisniewski
Traumstunden Verlag Essen 


Mittwoch, 25. März 2015

2015/44 - Jeder Mensch lebt ...

... in seinem eigenen Universum!

Habt Ihr Euch mit diesem Sachverhalt eigentlich schon einmal beschäftigt? Jeder von uns ist sein eigener Mikrokosmos, gemessen an der Größe des Gesamtkosmos verschwindend klein und dennoch ein in sich stimmiges System mit fest gefügten Teilnehmern und ebenso fest vergebenen Rollen für diese. 


Blick ins Weltall - © nanina - Fotolia.com


"Zeige mir deine 5 besten Freunde - und ich sage Dir, wer Du bist!", ist ein oft angewendeter Satz im Coachingbereich und unter anderem auch im NLP. Und diese Aussage kommt nicht von ungefähr! "Wenn Du erfolgreich werden willst, suche die Gesellschaft derer, die es bereits sind!", ist ein sicher ebenso oft gesprochener und gehörter Satz. Aber es ist weit schwerer, letzteres umzusetzen, als ersteres zu bejahen!

In meinem Bekanntenkreis bin ich ein Unikat! Und das nicht erst seit gestern - sondern schon, seit ich denken kann. Zu einer Zeit, als mein gesamter Bekanntenkreis seine ersten, sicheren Jobs in vollen Zügen genoss, machte ich mich zum ersten Mal selbstständig. Als alle heirateten, wurde ich zum ersten Mal geschieden. Ich sah einige, einst erfolgreiche Menschen abstürzen, just, als ich nach einem Komplettabsturz wieder aufstand. Ich machte aus Scheiße Geld - und schmiss bald darauf mit dem Hintern wieder um, was ich mir mit den Händen aufgebaut hatte. Ich gründete eine Familie, die für einige Jahre starke Ähnlichkeit mit einem Zirkus hatte ... wo wir auftauchten, war es immer nur ein Gastspiel *lach*. Und ich lernte Menschen kennen, Unmengen von Menschen. 

War es ein Fehler, dass ich mir lange Jahre, ja sogar Jahrzehnte keine Gedanken um diese Menschen machte? Oder wusste ich es einfach nicht besser? Aus der Sicht von heute muss ich sagen: Jeder dieser Menschen hat mir etwas beigebracht - viele davon nur, was ich nicht wollte, wie ich nicht leben wollte. Aber so wirklich bewusst war mir das nie. 

Wann begann ich umzudenken? Es fällt mir schwer, hier und jetzt Tag und Stunde anzugeben, Fakt ist aber, seit Anfang letzten Jahres lebe ich mein Leben bewusster als alle Jahre davor. Grund dafür ist - natürlich - ein Mensch. Ein Mensch der mir klar machte und klar macht, wie wichtig es ist, die eigene Umwelt zu beobachten und von ihr zu lernen! 

"Zeige mir deine 5 besten Freunde und ich zeige Dir, wer Du bist!"
Wer aber sind meine 5 besten Freunde? Wer sind die Menschen, die mich widerspiegeln? Selbst in meinem engsten Kreis befinden sich inzwischen mehr als 5 Menschen, aber wenn ich genauer hinschaue, dann ist dieser Kreis ein Mix - und dieser Mix spiegelt sich in mir. Zu meinem Kreis gehören die unterschiedlichsten Menschen. Autoren, Verlagsautoren wie Selfpublisher. Verleger - kleine, mittlere, mittelständische. Sänger - der eine oder andere. Künstler ...  Aber auch studierte Menschen, Selbstständige aller Coleur, Fachleute auf ihrem Gebiet, Spezialisten in ihrem Bereich. Und wenn ich genau hinschaue, bin ich ein wenig von jedem von ihnen! 

In mir steckt ein Träumer - aber auch ein Arbeitstier. Disziplin kenne ich ebenso gut wie Faulheit - und auch fünfe grade sein lassen, ist mir durchaus ein Begriff. Und wer meine "Weltverbesserungs-Theorien" kennt, wundert sich sicher, dass sich noch kein Politiker in meinen Kreisen eingefunden hat - oder ich es bisher noch nicht weiß. Aber - wie jeder andere Mensch auch - lebe ich in meinem eigenen, kleinen Universum, mit seinen Sonnen und Monden, seinen Sternen und Asteroiden und was es da am Nachthimmel noch so alles zu entdecken gibt!

Und ich glaube, ich werde mich mal ein wenig näher mit den Menschen in meinem Umfeld beschäftigen und versuchen, zu ergründen, wie wichtig ihre Anwesenheit in meinem Leben für meine weitere Zukunft ist! Manchmal ist es nämlich nötig, den einen oder anderen Menschen seinen eigenen Weg gehen zu lassen - spätestens dann, wenn seine guten Ratschläge zu Nackenschlägen zu mutieren drohen! 

Passt auf Euch auf!
Britta Wisniewski
Traumstunden Verlag Essen