Traumstundenfees Bücherkiste

Mittwoch, 23. April 2014

23.04.2012 - Die Traumstundenfee und ...


... das Wunder der Freundschaft


Elisa langweilte sich. 

Keine Blume war ihr bunt genug, kein Baum hatte die richtige Höhe, um von dort aus auf die Welt hinab zu sehen. Und was viel schlimmer war – kein Kind schien sie wirklich zu brauchen! In den Sommerferien hatten die meisten Eltern mehr Zeit, unternahmen Dinge zusammen mit ihren Sprösslingen oder fuhren gemeinsam in Urlaub. Oder sie schickten die Kinder zusammen weg, auf Tagestouren oder in Zeltlager. Dort gab es menschliche Elfen, die es genauso wie sie verstanden, den Kindern wieder etwas Fantasie nahe zu bringen, die ihnen das Spielen beibrachten und das Basteln.

Und sie war arbeitslos. In ihrer Not und Langeweile flog sie den ganzen, langen Weg zum Feenwald zurück und ersuchte um Audienz beim Feenältesten. Dieser gewährte ihr eine Vorsprache und empfing sie freundlich und gut gelaunt. „Na Elisa? Hast du Urlaub, dass du den ganzen, langen Weg zu uns hergeflogen kommst?“ Bedrücktes Nicken war die Antwort. Der Feenälteste lachte. „Nichtstun ist wohl nichts für dich, du kleiner Heißsporn. Dann erzähl mir doch mal, was du auf dem Herzen hast!“

Die kleine Elfe klagte ihm ihr Leid. Doch statt sich Sorgen zu machen, lachte der Feenälteste aus vollem Halse. „Meine liebe Elisa – du musst wirklich noch eine ganze Menge lernen! Warum zur Rose gönnst du den Menschen nicht die wenige Zeit, die sie sich überhaupt noch füreinander nehmen? Warum dir selbst nicht die Pause, die dir das bringt? Du könntest ausschlafen, durch Blütenwiesen tollen, in allen Bächen der Welt schwimmen gehen und viel, viel Spaß haben!“  Verwundert schüttelte Elisa den Kopf. „Was bringt mir das, Ältester? Wenn doch kein Kind dabei ist, dem ich etwas zeigen kann von der „Welt hinter dem Regenbogen“?“

Das Problem lag klar auf der Hand! Zumindest erschien es dem Ältesten so. Denn Elisa hatte viel gelernt in ihrem kurzen Leben, aber sie hatte nie gelernt, alleine zu sein, oder gar mit Einsamkeit umzugehen. Immer war sie unter Freunden gewesen – oder unter Wesen, die sie als Fremde getroffen, und als Freunde verlassen hatte. Wohl wissend, dass ihr „Auftrag“ beendet war, kehrte sie jedoch bis auf eine Ausnahme nie zu den „Freunden“ zurück. Ahnte sie überhaupt, dass man sie dort womöglich sogar vermisste?

„Höre, Elisa!“, sprach der Feenälteste nun, „was ist denn mit den Freunden, die du gefunden hast in den letzten Jahren. Wann hast du ihnen denn den letzten Besuch abgestattet? Wann sie mal gefragt, wie es ihnen geht, ohne Dich?“ Die kleine Elfe sah ihn erstaunt an. „Gar nicht – warum?“ „Weil sie vielleicht gerne mal wieder etwas von Dir sehen würden? Freunde, die man gewonnen hat, muss man zwar ihren Weg gehen lassen, wenn es an der Zeit ist, aber man kann zu ihnen auch kommen, wenn es keine Not hat, ihnen helfen zu müssen!“ „Ehrlich?“, die Augen der kleinen Fee blitzten und funkelten. Der Feenälteste nickte. „Oh, da hätte ich sooo viele, die ich gerne einmal wieder sehen möchte! Bernardo zum Beispiel – ich möchte doch so gerne wissen, ob er inzwischen gut genug lesen kann um alle seine Abenteuerbücher zu lesen. Oder Ines. Die, die das Buch schreiben wollte über das fliegen, weißt du noch? Ja, und auch zu Maria und ihrem Vater würde ich sooo gerne noch mal hin!“ „Ja, dann steh´ hier doch nicht rum! Auf die Flügel geschwungen und ab mit dir!“ Der Feenälteste lachte – und die kleine Fee stob davon. 

Einen nach dem anderen besuchte sie die Freunde aus vergangenen Tagen. Sie erfuhr von Bernardos Fortschritten im Lesen und er las ihr eine ganze Geschichte vor, ohne nur einmal zu stottern. Ines saß nach ihrem Sturz vom Hausdach noch immer im Rollstuhl, aber die Ärzte meinten, dass sie eines Tages wieder würde laufen können. Wenn auch nicht fliegen, wie sie es sich erhofft hatte damals, als sie in der Nacht auf das Dach geklettert war… . 

Aber auch sie erzählte Elisa von ihren Fortschritten. Und wirklich, sie hatte ihre Träume aufgeschrieben. In ein kleines Notizbuch. „Und weißt du, Elisa – wenn dann im Herbst wieder Schule ist, dann will meine Lehrerin das alles abtippen und mir ein richtiges Buch daraus machen!“, erzählte Ines Elisa voller Freude.
Die kleine Fee verlebte wunderbare Tage im Kreis ihrer Freunde. Nicht eine Sekunde mehr war ihr langweilig – im Gegenteil. Denn viele ihrer Freunde kannten andere Kinder, die dringend ihre Hilfe brauchten. Und als die Schule wieder los ging, hatte Elisa mehr als alle Hände voll zu tun und keine Zeit mehr, um auch nur an Langeweile zu denken. 

Der Feenälteste schaute in den Tautropfen, mit dessen Hilfe er all seine Feen überall auf der Welt sehen konnte, wann immer er es wollte, und lächelte. „Das, meine liebe Elisa, das ist es, was Freundschaft ausmacht! Nicht nur, für andere da zu sein, sondern auch mit ihnen zu feiern! Und dann mit neuen Kräften an alte Aufgaben zu gehen! Gut gelernt, meine kleine Elfe!“

Passt auf Euch auf!
Britta Wisniewski

Montag, 21. April 2014

21.04.201 - Ab ...

... in den Urlaub! 

In der Zeit vom 21.04.2014 - 27.04.2014 könnte dieser Blog aufgrund des Urlaubes der Autorin etwas verwaist wirken. Das ist dann Absicht und gibt Euch die Zeit, alle alten Blogartikel nochmal zu lesen! Damit solltet ihr bis zu meiner Rückkehr beschäftigt sein! 

Alles Liebe und 
Passt auf Euch auf
Britta Wisniewski
Traumstunden Verlag Essen