Traumstundenfees Bücherkiste

Donnerstag, 24. Juli 2014

24.07.2014 - Der Schwamm ...

... in Deinem Kopf braucht Wasser! 

Hand aufs Herz: Trinkt ihr genug? Gerade, wenn es so heiß ist, wie gerade im Moment? 

Und nein! Ich, die alte Kaffeetante, die ohne ihren morgendlichen Kaffeegenuss nicht dazu zu bewegen ist, auch nur halbwegs anständig zu funktionieren, redet mal NICHT von Kaffee! Sondern davon, dass ein Körper nicht anständig funktionieren kann, wenn ihm einer seiner Grundbausteine fehlt oder nicht in ausreichender Menge zur Verfügung steht! Ich rede von WASSER!!!

Unser Körper, meine Lieben, besteht - man kann es nicht oft genug wiederholen - zu 70% aus Wasser! Und vielleicht DESWEGEN machen gerade Frauen immer wieder den gleichen Fehler: Frauen machen Diät! 

Entschuldigt, meine lieben, holden Weiblichkeiten! Aber gewisse Dinge möchte ich mal gänzlich ungeschminkt und deutlich ansprechen: Wenn eure Figur aus dem Leim geht, dann liegt das nicht selten daran, dass ihr Euch über Jahre hinweg jeden möglichen Mist an Giftstoffen in den Körper gepumpt habt, während ihr auf der anderen Seite durch eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr gleichzeitig dafür gesorgt habt, dass der Körper diese nicht wieder los werden konnte! Und was macht der Körper mit Dingen, die er nicht wieder loswerden kann? Genau! Er lagert sie ein! Und damit sie ihm nicht schaden, ummantelt er sie vor dem Einlagern mit Fett! Um es also in aller Deutlichkeit zu sagen: JEDER Schadstoffpartikel, den der Körper nicht auf dem Weg über die Ausscheidungsorgane los werden kann, ist die Geburtsstunde einer Fettzelle! 

Nicht nur bei Frauen! Auch bei Männern! Wobei - Männer jenseits der 30 beklagen sich seltener darüber, wenn ihre Figur aus dem Leim geht. Darüber beklagen sich eher die mit ihnen verheirateten Frauen ... 
Die aber in den meisten Fällen im Gegenzug weder etwas dafür tun, dass sich das ändert, noch ihren eigenen Umgang mit ihrem Körper verändern. Sie machen höchstens Diät! Klasse Sache das!

Sollen wir das Ganze einmal rein mathematisch aufbauen? OHNE, dass ihr jetzt den Rest des Tages mit einem Litermaß auf die Toilette rennt? Ich meine, ihr könnt das gerne machen, aber es wird allenfalls das Ergebnis haben, dass ihr feststellt, dass ich Recht habe! Also - bleiben wir lieber hypothetisch und hygienisch, ok?

Gehen wir einmal vom Idealzustand aus! Wenn der Mensch morgens aufsteht, hat der Körper 100% seiner Wasserversorgung. Doch schon der erste, meist automatische Toilettengang ändert diesen Umstand rapide. Bis zu einem Liter kann eine gut gefüllte Blase morgens in die Kanalisation entlassen. Und setzen wir  - ebenfalls rein hypothetisch - die mögliche, im Körper befindliche Wassermenge mal mit 10 Litern an (rein, um leichter rechnen zu können) - sind es nach diesem Toilettengang nur noch 90% oder 9 Liter, die sich im Körper befinden! Sprich: bereits eine Viertelstunde nach dem Aufstehen beginnt die erste Unterversorgung des Körpers mit seinem wichtigsten Baustein. 

Jetzt sind wir ja alles Künstler! Und kommen ohne Kaffee und Zigaretten nicht in den Tag! Eine Tasse Kaffee fasst 200-300 ml - bringt aber Schadstoffe mit die wieder auszuspülen es die 10fache Menge Wasser braucht - oder brauchen würde. Ja, brauchen würde! Denn diese Menge ist sicher nicht über in unserem Klärsystem! Das Wasser in unserem Körper schwimmt ja nicht einfach so rum und wartet darauf, dass es gebraucht wird! Es ist ja in Gebrauch! 

Um das Ganze wieder einmal in Zahlen darzustellen: Ein Liter Wasser wiegt ein Kilo. Durchschnittlich 65-70% unseres Körpers bestehen aus Wasser. Respektive sind bei einem Menschen von 100 Kilo Körpergewicht 70 Kilo nur Wasser! Zumindest DANN, wenn die Wasserversorgung stimmt!  Was uns direkt auf das Nächste bringt: Gewichtsbasierte Diäten führen zwangsläufig, gerade bei Frauen, zu einer rapiden Unterversorgung mit eben dieser lebenswichtigen Flüssigkeit! Denn sobald sie Wasser verlieren, verlieren sie auch Gewicht - erstmal! Die Freude ist groß! Aber nicht von langer Dauer! 

DENN: Wie wir gelernt haben, nutzt der Körper Fett, um Schadstoffe, die er, aufgrund seiner Unterversorgung mit Wasser nicht ausscheiden kann, zu ummanteln. Sprich. Hat das "überflüssige" Wasser den Körper verlassen und wird nicht wieder zugeführt, beginnt dieser, Fettzellen zu bilden. Die Gewichtsabnahme stagniert, oder bewegt sich sogar gegenläufig. Und damit beginnt, gerade bei Frauen der zweite Teil eines furchtbaren Teufelskreises! Wir rauchen, wir trinken Kaffee! Sprich, wir vergiften uns zu jeder Tages- und Nachtzeit. Wenn eine Diät nicht funktioniert, schieben wir das allerdings nicht auf unseren Stoffwechsel, sondern auf zuviele Kalorien! Und statt mehr zu trinken, schränken wir die Nahrungsmittelzufuhr weiter ein. Und damit beginnt eine weitere Unterversorgung. Nach der mit Wasser jetzt noch die mit Nährstoffen. Und die ist in jeder Hinsicht "tödlich" - wenn auch nicht sofort! Die "Fehlerkombinationen des Schreckens" ab hier werden mannigfaltig. Eiweißreiche Diäten, bei denen der Körper mehr Muskulaturbausteine zugeführt bekommt, als er aufgrund mangelnder Bewegung in Muskelmasse umwandeln kann, plus zu wenig Wasser führen auf Dauer zu einer Nierenschädigung, weil das Eiweiß zum Nierengift wird. Die Vitamine E, D, K und A aus der Nahrung können nicht mehr aufgenommen werden, weil die figurbewusste Frau von heute ihre Nahrung ganz ohne Fett zubereitet. Nährstoffe, die einander bedingen, wie beispielsweise Calcium und Magnesium werden in falschen Dosen künstlich zugeführt und müssen ebenfalls vom Körper mit ausgeschwemmt werden - und das alles ohne Wasser! Herzlichen Glückwunsch! Und es war Sommer ... und Frau klagt über Mattigkeit, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Schwindel und Kreislaufprobleme!

Frauen, dieser Welt - ich habe eine ganz einfache Diät für Euch! Trinkt genug Wasser! Und damit meine ich NICHT kohlensäurehaltiges, künstlich mit nicht bioverfügbaren Mineralstoffen aufgewertetes Sprudelwasser irgendwelcher Modemarken sondern Leitungswasser! Und lasst Euch bitte NICHT erzählen, dass eine Wasserzufuhr über eine gewisse Anzahl von Litern am Tag nierenschädigend sei! Euer Körper selbst ist durchaus in der Lage, zu bestimmen, wieviel Wasser er kann und will! Solange er ausscheidet, wird er nachfordern und solange er nachfordert, dürft ihr ihm auch wieder welches zuführen! Ohne Probleme! Ich komme auf Wassermengen zwischen 6 und 10 Litern am Tag und ich muss Euch sagen, das hat seit 14 Tagen einen netten Nebeneffekt: Ich werde schlanker! Nicht "Ich nehme ab" - denn erstens habe ich keine Waage und zweitens denke ich nicht, dass ich wirklich viel an Gewicht verloren haben dürfte! Aber ich habe an Kontur gewonnen! DAS bestätigen mir allem voran meine Garderobenanteile in Kleidergrösse 42, die ich so langsam eins nach dem anderen in Rente schicken darf. Die Betonung liegt auf langsam - denn auch ich habe lange Jahre Raubbau mit meiner Gesundheit betrieben und mein Körper verfügt über eine Menge Fettzellen, die leider nicht einfach so wasserlöslich sind, sondern deren Umbau nur dann stattfindet, wenn auch andere Dinge sich ändern! Mehr Bewegung, aber auch Massagen, gerade was das Bindegewebe angeht sind da ein absolutes Muß. Und  - meine lieben Herren: Auch IHR dürft ruhig noch eitel sein, wenn ihr älter als 30 seid! Auch bei euch funktionieren gewisse Mechanismen einwandfrei ... solange ihr nicht mit der Bierflasche vor dem Fernseher sitzend die einzige Art von Sport ausübt, die Euer Körper jemals zu sehen bekommt! Naja, ausser den Gängen zum Kühlschrank vielleicht ... 

P.S.: Solltet ihr jetzt Durst bekommen haben ... seid ihr bereits am Anfang der Dehydration! Denn Durst bedeutet nichts anderes, als eine Unterversorgung im Wasserbereich! 

Passt auf Euch auf! 



 

24.07.2014 - ACHTUNG: EROTIK: Muss man Selfpublisher sein ...

... um Erotik schreiben zu dürfen? 


Clarissa Milton ist Erotik-Autorin aus Leidenschaft. Doch will sie mit ihren Büchern keinesfalls nur das "Bauchhirn" ihrer Leser oder die Regionen jenseits der Körpermitte ansprechen.
"Ich habe es mir zum Ziel gesetzt, einen gewissen Anspruch zu erfüllen! Das bedeutet auch, die Handlungen meiner Bücher nicht zum Rahmen dauernder, erotischer Ausschweifungen zu machen, sondern die erotischen Anteile der Bücher harmonisch und "echt" in die eigentliche Rahmenhandlung einzubinden!", so die junge Autorin. 




Ein Anspruch, den sie im vollen Rahmen erfüllt hat, führt man sich alleine eine Leseprobe aus dem ersten Teil ihrer derzeit vierteiligen Serie vor Augen, deren erotischer Anteil allenfalls Nachrangcharakter hat:



Leseprobe: 
Aber sie wussten eben nicht. Zumindest wusste keiner von ihnen, dass es Serafina Victoria Neuheim eigentlich gar nicht gab. Geboren worden war sie unter weit bürgerlicherem Namen, als Karin Neumann nämlich hatte sie vor 42 Jahren das Licht der Welt erblickt. Dass das Ganze in einem Provinznest in der Nähe von Köln statt gefunden hatte, vergrößerte ihre Chancen auf Weltruhm nicht maßgeblich. Und bis zu ihrem 38. Lebensjahr schien ihr eben genau dieses Provinzielle auch im Weg zu stehen. Sie war nicht dumm, sie war nicht hässlich – sie beherrschte eine Menge mehr als durchschnittliche Frauen ihres Alters und vieles um Längen besser, doch kam sie im Leben nie weiter als zum guten Mittelmaß. Eine Zufallsbegegnung änderte ihr Leben, das Zusammentreffen mit ihrem heutigen Lebensgefährten und einzigem ständigen Begleiter, Christian von Dannerau. Auch diesen hatte das Leben auf seltsame Wege zum Erfolg geführt. Er war vom ersten Blick fasziniert von der Frau, hinter der sich für ihn bei näherem Hinsehen mehrere verbargen. Einerseits von einer Geschäftstüchtigkeit, die ihresgleichen suchte, schien sie immer wieder an sich selbst und dem mangelnden Vertrauen in sich selbst zu scheitern. Hinter der starken Frau, die sie nach außen zeigte, verbarg sich eine andere, schüchtern, scheinbar dauernd mit sich selbst im Zweifel, schwach. Ohne es wirklich zu wollen, fand er sich dabei, aus diesen beiden Personen eine zu machen. Je mehr er sie kennen lernte, je mehr fand er sich in ihr wieder – so wie ER sich sah, wenn keine Kameras und KEINE Reporter auf ihn lauerten, wenn keine Menschen um ihn waren, die auf seinen Rat und seine Anweisungen warteten oder seine Entscheidung brauchten. In langen Gesprächen fanden sie heraus dass sie sich wirklich in vielem sehr ähnlich waren – aber auch die Unterschiede wurden offenbar. Er hatte schon lange Jahre den Weg eingeschlagen, den sie erstmal begreifen musste. Bürgerlich unter Christian Dahms geboren, war er eines Tages an den Punkt seines Lebens gekommen, an dem er erkennen musste, dass ihm genau diese Bürgerlichkeit im Weg stand. Erste Kontakte in die Pfründe der Adligen hatte er bereits geknüpft, doch die Türen zu den großen Gesellschaften blieben ihm nach wie vor verschlossen. Dort, wo man im Leben Beziehungen brauchte, Beziehungen  zu Adel und Geld, endete seine Welt. Auch sein Leben änderte der Zufall – und die Begegnung mit einem Mitglied des deutschen Adelsverbandes. Dieser gesellschaftlich recht hochstehende Mann erzählte ihm eines Tages, dass durchaus nicht alle Adelstitel der erlesenen deutschen Gesellschaft so echt waren, wie die Tinten, mit denen sie auf Pergament geschrieben würden und eröffnete ihm, Christian, völlig neue Möglichkeiten. Christian Dahms verschwand von der Bildfläche und aus dem Nichts entstand Christian von Dannerau – als eingetragenes Mitglied des deutschen Adelsverbandes schnell Gast auf sämtlichen Namens- und Beziehungsgebenden Galas und Soireen. Es dauerte Monate, bis er Karin sein kleines Geheimnis offenbarte – aber nur Tage, bis sie selber es für sich kopiert und umgesetzt hatte. Ein Anteil an einem Bauwerk des deutschen Adelsverbandes sicherte ihr die Eintragung in selbigen und den Titel, welchen sie frei wählen durfte. Dass sie mit dergleichen ihren Vornamen änderte, hatte persönliche Gründe, sie hatte ihn schon immer gehasst. Karin klang nach Ruhrpott, nach Provinz und so gar nicht nach dem, was sie in sich fühlte. In ihr war Weite und Freiheit, war Las Vegas und Rio de Janeiro, war Grenzenlosigkeit. Doch der Name hieß Enge und Bücken, beugen vor all denen, die in den ganzen vergangenen Jahren stärker gewesen waren als sie. Christian kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Aus dem „hässlichen Entlein“  wurde ein wunderschöner Schwan. Was er bis heute nicht wusste, war, wie sie den Start geschafft hatte – er selber hatte sich damals verschuldet, um wenigstens die ersten Wochen mit der Gesellschaft mithalten zu können. Zwar hatte er diese Kosten längst wieder verdient, doch hatte eine von ihm durchgeführte Überprüfung ihrer Konten ergeben, dass sie diesen Weg nicht gegangen war. Er hätte sich sehr gewundert wenn er gewusst hätte, mit welcher Finte sich sein „Aschenputtel“, wie er sie gern zärtlich nannte, den Zutritt erkauft hatte, doch es gab Dinge, über die sprach sie noch nicht einmal mit ihm, der ansonsten alles von ihr wusste.

Das Schrillen ihres Weckers riss sie aus ihren Gedanken. Sie musste keinen Blick auf ihre Armbanduhr werfen, um zu wissen, dass es auf den Punkt genau 6 Uhr sein würde. Pünktlichkeit war eine ihrer hervorstechendsten Eigenschaften. Unpünktlichkeit hasste sie wie der Teufel das Weihwasser und bis auf einen Menschen in ihrem Leben gab es auch keinen, der unpünktlich sein durfte, wenn er nicht schwerste Konsequenzen daraus ziehen sollte. Dieser eine war Christian von Dannerau – der in genau diesem Punkt den genauen Gegensatz zu ihr bildete. Er erschien auf einer Veranstaltung manches Mal erst, wenn die ersten Gäste gingen. Anfänglich hatte dieser Punkt für Reibung zwischen ihnen gesorgt, aber inzwischen hatte sie auch den Umgang damit gelernt. War er nicht bei ihr und sie wurde gefragt, sagte sie, er sei aufgehalten worden und überließ ihm die letztendliche Erklärung. Seine Gastgeber waren sein, teils als verschroben bekanntes Handeln, bereits gewohnt und tolerierten dieses – zu gern genoss man seine Gesellschaft, um ihm aus seiner Art einen Vorwurf zu machen. Sie selber hatte es anfangs mit allen Mitteln versucht – aber irgendwann aufgegeben.
   „Ich rege mich doch auch nicht über deine Pünktlichkeit auf, oder?“, hatte er ihr ruhig entgegnet, als sie ihm Vorwürfe machte, weil sie zu einer Veranstaltung zu spät kamen, weil er ein Telefonat  nicht rechtzeitig hatte beenden wollen. Scheinbar waren ihre Planungen ab diesem Tag auseinander gedriftet – sie informierten einander über ihre Termine, machten diese aber nicht aneinander fest. Doch seltsamerweise sahen sie sich heute häufiger als zu den Zeiten, zu denen sie Stunden, ja manchmal Tage damit zugebracht hatte, auf ihn zu warten. Christian war Freigeist und Einzelgänger, also alles, was sie sich nicht zu sein getraut hatte lange Zeit.

Auch mit dem Ausleben ihrer sexuellen Phantasien war es anfangs nicht anders gewesen. Zwar teilte sie diese nicht nur, sondern hätte sie bereits zu Anfang schon zu erweitern gewusst, doch stellte sie sich selbst hintenan. Seine „Freigabe“ ignorierte sie völlig, ganz darin bestrebt, dem erlebten und erfahrenen einen „gutbürgerlichen“ Anstrich zu geben.
   „Mich mit einem anderen einzulassen, wenn du nicht dabei sein kannst, wäre für mich fremdgehen!“, hatte sie kategorisch erklärt. Gern hätte er ihr in diesem Moment erklärt, dass sie niemals seine Eifersucht würde fürchten müssen, denn seine Bindung zu ihr hatte keinerlei besitzergreifende Züge. Er konnte ihre Anwesenheit in seinem Leben genießen ohne sie für sich haben zu wollen – etwas, das sie anfänglich nicht verstand, oder verstehen wollte. Sie suchte die Sicherheit einer Beziehung – er die Freiheit mit dem Rückhalt einer gewissen Bindung. Doch er war Diplomat genug, sich seine wahre Meinung zu eben diesem Zeitpunkt nicht anmerken zu lassen. Er wusste, sie wäre verletzt gewesen, hätte er ihr gesagt, dass sie ihm niemals würde fremdgehen können, da er keinerlei Eifersucht verspürte. Er für sich bedauerte allerhöchstens jedes Mal, dass er sie nicht "in Action" erleben durfte.

Inzwischen unter der Dusche angekommen, lachte sie bei dem Gedanken an die Anfänge ihrer eigenen, inzwischen gelebten, sexuellen Freizügigkeit leise in sich hinein. Eifersucht und Besitzdenken hatten ihre Beziehung zu Christian überschattet – ihm, der wenig außer seiner eigenen Freiheit kannte, musste diese Zeit mit ihr eine Qual gewesen sein. Dabei war es noch nicht mal ihr eigenes Denken gewesen, in dem sie sich gefangen gefunden hatte. Im Gegenteil. In ihr verbargen sich zwei Charaktere – scheinbar im ständigen Widerspruch zueinander gefangen. Der eine, nach Freiheit, auch und gerade sexueller Natur und Natürlichkeit schreiend, ungebunden und nur sich selbst gehörend, träumte von einem Leben in Ausschweifung und Zügellosigkeit. Der andere, ängstlich und zögerlich, war behaftet von gesellschaftlichen Regeln und Zwängen, von Unsicherheiten und damit verbundenen Unehrlichkeiten, auch zu sich selbst. Ihr Leben war eine ständige Gratwanderung und als sie in Christians Hände fiel, gab sie es gleichsam ihm, mit der stummen Bitte „erfüll mir meinen Traum!“ Dieser jedoch sah überhaupt nicht ein, Entscheidungen zu übernehmen, die nur der Mensch treffen konnte, der sie auch würde leben müssen. Ging es um seine Entscheidungen, war sie williger Mitzögler, aber sie weigerte sich schlichtweg, ihre eigenen zu treffen. Im Leben – wie beim Sex. Bestimmte er die Szene, ergab sie sich völlig – und er brauchte nicht lange, um zu bemerken, dass sie dieses nicht um seinetwegen tat, sondern an diesem durch ihn programmierten Ausbruch sehr wohl ihre eigene und nicht gerade geringe Freude fand. Wechselnde Partner waren für sie kein Problem – vorausgesetzt, sie entsprachen ihren Anforderungen und er brachte sie mit. Nur irgendwann merkte er, dass dergleichen programmierte, geplante Szenarien ihn zu langweilen begannen. Frei nach dem Motto „Lieber gar kein Sex, als schlechter Sex“ verzichtete er lieber auf Aktionen, die seiner eigenen Befriedigung nicht taugten. Er hätte sich gewünscht, sie frei zu erleben von dieser selbstgemachten Abhängigkeit von ihm. Der Gedanke daran, zu wissen, dass sie würde andere verführen und für ihre Zwecke ja, „missbrauchen“ können, störte ihn nicht, im Gegenteil er zählte zu einer seiner häufigsten Phantasien.

Schlussendlich war es ein weiteres Mal der Zufall, der die Dinge änderte. Mit dem Eintritt in die „Upper Class“ war es für Serafina zwingend notwendig geworden, ihr eigenes Haus zu bewohnen – einen Ort zu haben, den sie aufsuchen konnte, wann immer und mit wem immer sie wollte. Ihre diesbezüglichen Überlegungen fielen bei ihm auf fruchtbaren Boden und gemeinsam hatten sie das Haus gefunden, in dem sie jetzt wohnte, dass sie ihm kurz darauf auch seinen Wunsch nach einer „privaten Live-Show“ erfüllte, war jedoch wieder nur dem Zufall zu verdanken. Sie genoss das heiße Wasser auf der Haut ebenso wie die Gedanken an ihr diesbezügliches „erstes Mal“ und spürte erneut Erregung in sich aufsteigen beim Gedanken daran. Es war ein weiteres Mal Oliver gewesen, der den Ausschlag gegeben hatte. Dieser, der auch ihr erster Partner bei einem Wunschdreier von Christian gewesen war, wurde in der Zeit nach ihrem Einzug in ihr eigenes Haus ohne ihr Wissen von Christian regelrecht auf sie angesetzt. Zuerst jedoch, wie es schien, ohne rechten Erfolg. Ganz egal, was er anstellte – ihre Zurückhaltung verlor sie immer erst, wenn Christian bei ihnen war. Es war wie verhext. Sie hätte niemandem zu sagen getraut, welche Selbstbeherrschung es sie oftmals kostete, sich ihm zu versagen – doch sie tat es, um der Worte willen, die sie damals Christian gesagt hatte „ohne das du dabei sein kannst ist es für mich fremdgehen!“ Längst hätte ihr klar sein müssen, dass Christian um den Grund ihrer Verweigerung wusste, doch diesem Gedanken traute sie nicht. Was, wenn sie ihn entgegen ihrer Vermutung doch mit ihrem Handeln verletzen würde? Wie könnte sie davon ausgehen, dass auch nur ein Mensch ebenso dachte wie sie es tat, wenn sie ganz ehrlich zu sich war? Treue – körperliche Treue war für sie ein alltäglicher Kampf, ein Opfer, dass sie ihrem jeweiligen Partner brachte, weil sie gelernt hatte, dass es sich so gehörte, dass man Gefühle verletzte wenn man es nicht tat. Für sie etwas, dem sie sich beugte, ohne es zu verstehen. Wie sie sich vielem beugte, ohne es zu verstehen. Denn die Welt in ihr war eine gänzlich andere, als die Welt, in der sie lebte. Viele ihrer eigentlichen Ansichten deckten sich nicht im Geringsten mit denen der Gesellschaft. Bindung an einen Menschen war für sie etwas, das Bestand hatte aber "Treue" zu eben diesem empfand sie als Qual und Opfer.
Nach einer nichtigen Auseinandersetzung zwischen Christian und ihr war es schließlich soweit gewesen. Als Oliver bei ihr aufschlug und ein weiteres Mal um ihre Gunst warb, fiel sie ihm wie reifes Obst in die Arme, nicht ahnend, dass es Christian gewesen war, der diesen an diesem Abend „auf sie angesetzt“ hatte. Oliver und sie waren mitten im heißesten Liebesspiel gewesen, als sie, völlig unerwartet, zwei weitere Hände auf der Haut spürte. Ihrem anfänglichen Schrecken hatte er schnell zu begegnen gewusst und sie mit einem innigen Kuss zum Schweigen gebracht, einem Kuss, der keine Zweifel an seinem Empfinden ob der vorgefundenen Szene aufkommen ließ. In dieser Nacht hatte Christian sie erlebt, wie sie ihn immer hatte erleben wollen – hemmungslos, zügellos, wild und frei hatten er und Oliver gemeinsam ihre kühnsten Träume noch übertroffen. Es hatte am Ende dieser Nacht nicht eine Faser ihres Körpers gegeben die nicht befriedigt geseufzt hätte. Und als sie schlussendlich in seinen Armen einschlief waren die letzten Zweifel besiegt, das letzte Eis gebrochen.
Am Tag darauf begann für sie ein neues Leben.

Vielleicht hat es ja diese Leseprobe verstanden, Euch Lust auf eines der Bücher von Clarissa Milton zu machen! Sie würde sich freuen, zumal ihre Bücher inzwischen nicht mehr nur bei Amazon erhältlich sind, sondern sich durchaus auch im Buchhandel etabliert haben! Also alle inzwischen überall dort zu haben sind, wo es gute Bücher gibt! 

Passt auf Euch auf!